So wie viele andere starte auch ich mit Vorsätzen ins neue Jahr. Einer meiner Vorsätze ist es, jeden Tag nach draußen zu gehen. Damit ich das auch tatsächlich mache, habe ich mir meine eigene 30 Tage Mikroabenteuer-Challenge ausgedacht.
Als Mikroabenteuer bietet sich im Januar allein schon das Wetter an. Schon in meiner ersten Woche hielt dieser Monat einige Überraschungen für mich bereit.
Tag 1 – Hoch hinaus
Am ersten Tag meiner Challenge bin ich auf den höchsten Berg in meiner Umgebung gewandert. Dieser ist laut Wikipedia 317 m hoch. Kein Hochgebirge, aber für jemanden wie mich, die im Flachland aufgewachsen ist, ist das ein Berg. Zumindest ein kleiner.
Dort habe ich einen alten Steinbruch entdeckt und konnte außerdem die Aussicht auf die umliegenden Dörfer und Städte genießen.
Tag 2 – Lauf durch den Schneesturm
Am zweiten Tag hat das Wetter für mich ein Abenteuer aus meinem abendlichen Lauf gemacht. Ich wusste zwar, dass es kalt ist, aber ich habe nicht mit einem Schneesturm gerechnet. Und nein: Ich checke nie die Wettervorhersage, bevor es losgeht – ich schaue allerhöchstens mal aus dem Fenster.
Also bin ich mit meiner Lampe durch die Dunkelheit und den Schnee gerannt, der mir immer wieder die Sicht nahm. Aber es fühlte sich toll an! Ich bin ein großer Fan von Schnee und vor allem von Schneestürmen. Für mich war dieser Lauf ein voller Erfolg und Tag zwei bereits das Highlight meiner Mikroabenteuer-Challenge dieser Woche.

Tag 3 – Kurze Wanderung
Am dritten Tag hatte sich der Sturm gelegt und der meiste Schnee war bereits geschmolzen. Ich unternahm eine kurze, einstündige Wanderung durch den Wald und habe einfach die Natur und das Draußen-Sein genossen.
Tag 4 – Kaffee unter freiem Himmel

An Tag 4 hatte ich meine Thermoskanne im Schlepptau und gönnte mir einen Kaffee unter freiem Himmel. Das heiße Getränk in meinen Händen, während der winterliche Januar mir den eiskalten Wind um die Nase weht: unbezahlbar.
Obwohl ich nur etwa 1,5 Stunden unterwegs war, fühlte es sich so an, als hätte ich den halben Tag draußen verbracht. Die Natur verändert einfach meine Wahrnehmung der Zeit. Und zwar auf eine positive Art und Weise.
Für gewöhnlich hätte ich in dieser Zeit am Schreibtisch gesessen und mich in meinen ToDo-Listen verloren oder über E-Mails geärgert. So konnte ich den Tag danach entspannt und fokussiert angehen.
Tag 5 – Nebelschwaden
Und auch an Tag 5 hat das Wetter wieder ein kleines Abenteuer aus meinem Lauf gemacht. Ein dichter Nebel machte es quasi unmöglich, weit vorauszusehen.
Zum Glück kenne ich meine Laufstrecken, aber es war trotzdem etwas gruselig, die anderen Fußgänger erst spät aus dem Nebel auftauchen zu sehen.
Die richtige Kleidung, aufgrund der Feuchtigkeit, und eine Stirn- oder Brustlampe ist bei diesem Wetter unverzichtbar.

Tag 6 – Spontane Winterwanderung

Für das Ende meiner ersten Mikroabenteuer-Woche habe ich mich ganz spontan für eine Gruppenwanderung nur für Frauen angemeldet.
Das war für mich gleich aus mehreren Gründen ein Abenteuer:
- Ich plane gerne voraus und bin vorbereitet. Das heißt, Spontanität liegt mir eigentlich nicht.
- An der Wanderung nahmen ausschließlich für mich Fremde teil. Das kostete mich auch Überwindung, aber ich habe liebe Menschen dabei kennengelernt.
- Die Wanderroute war neu für mich. Da ich mich nicht um die Navigation kümmern musste, war es trotzdem sehr entspannend für mich.
- Es lag Schnee und die Wege waren teilweise vereist. Die Landschaft war dadurch wunderschön und gleichzeitig herausfordernd.
Auch wenn an diesem Tag keine Sonne schien, war der Tag ein echtes Erlebnis, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Tag 7 – Eiskalte Füße
Am letzten Tag der ersten Woche meiner Mikroabenteuer-Challenge habe ich mich wirklich selbst herausgefordert. Denn ich war barfuß im Schnee. Ich muss ehrlich sein: Ich habe es nur ein paar Sekunden ausgehalten, denn die Schmerzen waren zu groß. Aber danach war ich wach, das kann ich dir sagen!
Wenn du meine Mikroabenteuer-Challenge in kurzen Videosnippets verfolgen möchtest, dann schau auf Instagram bei @outdoor_writer vorbei.
Hast du auch Lust bekommen, deine eigene Mikroabenteuer-Challenge zu starten? Dann sieh dir meinen Beitrag „Der perfekte Einsteiger-Guide für Mikroabenteuer“ an. Dort findest du unter anderem eine Checkliste für deine eigenen Mikroabenteuer, die du auf Instagram teilen kann.

Das Wichtigste zum Schluss
Noch ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Respektiere bei all deinen Abenteuern immer die Natur und verlasse sie so, wie du sie vorgefunden hast.
Also los! Schnür‘ die Schuhe und los geht’s: Ab nach draußen.

