Tag 15 & 16 — Von der Autobahn auf den Feldweg
Aus privaten Gründen musste ich eine Stippvisite in Berlin-Brandenburg machen. Das Mikroabenteuer bestand an diesem Tag eher darin, das passende Hörbuch für die lange Autobahnfahrt rauszusuchen.
Als ich am nächsten Tag wieder zurück zu Hause war, schenkte mir die Sonne ein paar Stunden ihrer Anwesenheit. Nach dem Großstadtlärm war die Ruhe draußen genau das Richtige, um wieder runterzukommen. Das war genug Abenteuer für mich.

Tag 17 – Nordlichter über Baden-Württemberg
Das Mikroabenteuer des siebzehnten Tages hat mich abends auf der Couch überrascht. Ja, ich gebe es zu: an diesem Tag wollte ich einfach nur entspannen. Aber dann schlug meine Polarlicht-App an – es gab Sichtungen in meiner Nähe! Wie ich bereits im Recap meiner ersten Woche angemerkt habe, schaue ich selten den Wetterbericht. Das gilt natürlich auch für die Vorhersagen der Aurora Borealis. Zumal man hier unten in Baden-Württemberg nicht unbedingt damit rechnet.
Die App schlug an, ich schälte mich von der Couch und lief ans Fenster. Mit der Handykamera machte ich auf gut Glück einige Fotos Richtung Norden und da war es! Das grüne und rote Licht! Erst tatsächlich nur auf den Fotos sichtbar, aber einige Zeit später sogar mit bloßem Auge. Ich konnte auf der Terrasse bestaunen, wie die Wellen über unser Zuhause tanzten und sich hinter dem Berg in Luft auflösten, bis sich auch schon die nächste Strömung aufbaute. So magisch!
Das erste und bis zu diesem Tag letzte Mal, dass ich Nordlichter gesehen habe, war Anfang 2019 in Norwegen. Die waren natürlich nochmal eine Nummer eindrucksvoller, aber die Magie war dieselbe. Ich verstehe, warum die Menschen früher (und vielleicht heute noch) glaubten, das sei das Werk ihrer Götter.




Tag 18 & 19 – Trailrun mit wilder Überraschung
Bei meinen Läufen begegnen mir natürlich auch immer wieder mal Wildtiere. Vor zwei Jahren tauchte ein kleiner Nutria in der Dunkelheit auf. Er wartete zum Glück geduldig am Straßenrand, bis ich vorbeigelaufen war. Wahrscheinlich habe ich mich mehr vor ihm (oder ihr) erschreckt, als das Tier sich vor mir.
An einer Stelle ganz in der Nähe begegnet mir in letzter Zeit häufig ein Graureiher. Ich nehme an, es ist immer derselbe, ich kann mich aber auch irren, da er sich mir bisher nicht vorgestellt hat. Bei einem anderen Lauf im Wald ist mir zum allerersten Mal ein Reh begegnet. Es ist einige Meter vor mir über den Pfad gerannt und hat sich dann im Dickicht versteckt. Ich hielt an und versuchte, es nochmal zu entdecken, aber es war einfach zu gut inmitten des braunen Laubs getarnt.
Tag 20 – Morgendlicher Kaffee im frostigen Garten

Der Winter ist meine Lieblingsjahreszeit. Deswegen habe ich am Morgen des zwanzigsten Tages meiner Mikroabenteuer-Challenge den Frost bewundert und mir eine heiße Tasse Kaffee im Garten gegönnt.
Die kristallinen Muster, die der Frost an die Pflanzen zaubert, sind einfach wunderschön anzusehen und die Kälte sorgt für einen klaren Kopf. Was will man mehr?
Tag 21 — Draußen sitzen
Zum Abschluss dieser aufregenden Woche habe ich mir die Zeit genommen, um auf einen der Weinberge zu wandern, dort einfach nur zu sitzen und den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Das ist für mich einer der größten Vorteile der Natur: die Ruhe. Egal, wie kurz mein Besuch draußen ist, danach fühle ich mich immer weniger gestresst und viel freier, als zuvor.
Wenn du meine Mikroabenteuer-Challenge in kurzen Videosnippets verfolgen möchtest, dann schau auf Instagram bei @outdoor_writer vorbei.

Das Wichtigste zum Schluss
Noch ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Respektiere bei all deinen Abenteuern immer die Natur und verlasse sie so, wie du sie vorgefunden hast.
Also los! Schnür‘ die Schuhe und los geht’s: Ab nach draußen.

